Die Orpheus-Schule für Musiktherapie 

 

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wurde 1997 durch Johanna Spalinger, Dr. Heinrich Schneider und Marlise Maurer gegründet. Sie bietet als einzige Schule in der Schweiz eine Musiktherapie-Ausbildung an, die auf dem anthroposophischen Menschen- und Weltbild basiert.

Die Ausbildung ist praxisorientiert. Sie impulsiert und begleitet die Entwicklung zum Therapeuten. Ein besonderer Unterrichtsschwerpunkt liegt im Erarbeiten der musikalischen Anthropologie, wie sie durch den Arzt Dr. H.-H. Engel entwickelt wurde.

Von 1997 bis 2007 war die Ausbildung im Humanus-Haus in Worb beheimatet und führte dort drei Ausbildungsgänge zum Abschluss.

Seit 2007 sind die Ausbildungsräume im Haus gleis1, in Lenzburg (AG).
Zurzeit studiert Kurs VI.
Die Kursgrösse liegt zu Beginn der Ausbildung in der Regel bei ca. 12 Studierenden und nimmt im Laufe der Ausbildung etwas ab.

Nächster Ausbildungsbeginn: anfangs September 2018, danach alle 3-4 Jahre.

Ab Sommer 2016 finden wieder Informationstage zur Ausbildung statt.
Die ersten beiden Ausbildungsjahre oder einzelne Fächer / Inhalte daraus können auch von Menschen besucht werden, die zur Vertiefung des eigenen Weges oder ihrer beruflichen Tätigkeit an den Inhalten interessiert sind.


Leitbild der Orpheus-Schule für Musiktherapie - gegründet 1997

Wir bieten eine berufsbegleitende Musiktherapie-Ausbildung an, die auf dem Menschen- und Weltbild Rudolf Steiners basiert.

  • Die Ausbildung richtet sich an Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung.
    Sie setzt ein langjähriges musikalisches Tätigsein voraus, eine differenzierte musikalische Erlebnisfähigkeit sowie die Bereitschaft, diese heilend für den Mitmenschen einzusetzen.
     
  • Im Zentrum der Ausbildung steht das Erarbeiten der menschenkundlichen Grundlagen der anthroposophischen Musiktherapie im Zusammenhang mit den musikalischen Phänomenen und einem reichen Instrumentarium.
     
  • Unser besonderes Anliegen ist es, mit der Musiktherapie bis in das Organische hinein heilen zu können.
    Auf diesem Weg fühlen wir uns getragen von Menschen, die diesem Impuls verpflichtet sind, wie dem Arzt Dr. med. Hans-Heinrich Engel (1921-1973) und der Musiktherapeutin Maria Schüppel (1923-2011).
     
  • Wichtig sind uns intensive eigene Erlebnisse und Erfahrungen, sowie das Sensibilisieren für innere Beweglichkeit, für Unhörbares, für Zwischenräume.
    Ziel ist neben fundierten musikalischen und medizinisch-menschenkundlichen Kenntnissen das Wecken von Erkenntnisbedürfnissen sowie eines Entwicklungs- und Heilerwillens.
     
  • Die Ausbildung bedingt die Offenheit der Studierenden zur Auseinandersetzung mit sich selbst.
    Sie setzt auf die innere Bereitschaft zur Reflexion, zur eigenen seelischen Wandlung und Entwicklung.
     
  • Wir pflegen einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander.
    Dies erfordert Toleranz und Bereitschaft zum offenen Gespräch. Die Achtung vor dem Gewordenen, die Mitverantwortung für die Gegenwart sowie das gemeinsame Bemühen um eine menschenwürdige Zukunft leben als wichtige Zeitforderungen in unserem Schulalltag.
     
  • Die Orpheus-Schule für Musiktherapie steht in regelmässigem Austausch mit anderen Kunsttherapie-Ausbildungen.
    Wir setzen uns für die Anerkennung des Berufstandes ein und arbeiten verantwortungsvoll in den Fachverbänden mit.

    Dieses Leitbild wurde verabschiedet vom Dozentenkollegium und in Kraft gesetzt im August 2007. Im August 2011 wurde es von derselben Instanz überarbeitet.

Unterrichtsinhalte

Die Unterrichtsinhalte entsprechen den Vorgaben der OdA KSKV für die eidgenössisch anerkannte Höhere Fachprüfung Kunsttherapie.

1. Unterrichtsjahr

  • Musikgeschichte und Erdentwicklung, Musikalische Menschenkunde
    Musikalische Phänomenologie
    Instrumentenkunde, Ensemblespiel
    Stimmbildung, Gesang, Toneurythmie
    Anthroposophische Menschenkunde
    Entwicklung des Kindes, Sinneslehre, Temperamentenlehre
    Lehrtherapie
    Medizinische Grundkenntnisse, Notfallmedizin

2. Unterrichtsjahr

  • Improvisation, Rhythmus, Ensemblespiel
    Vertiefen der Spielfähigkeit auf den Therapieinstrumenten
    Musikalische Phänomenologie
    Pädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik
    Biographische Prozesse, Soziale Prozesse
    Wahrnehmungsschulung, Schulungsweg
    Musiktherapeutische Grundübungen
    Entwicklungsstörungen, Heilpädagogik, Psychiatrie und musiktherapeutische Behandlungsmöglichkeiten in diesen Bereichen
    Stimmbildung, Gesang, Toneurythmie
    Kommunikation, Gesprächsführung, Konfliktlösung

Die ersten beiden Ausbildungsjahre oder einzelne Fächer / Inhalte daraus können auch von Menschen besucht werden, die zur Vertiefung des eigenen Weges oder ihrer beruflichen Tätigkeit an den Inhalten interessiert sind.

3. Unterrichtsjahr

  • Krankheitslehre, Pathologie
    Musiktherapie in der Medizin
    Musikalische Anthropologie von H.-H. Engel
    Diagnostische und therapeutische Komposition
    Kunsttherapeutische Selbsterfahrung
    Anamnese, Diagnostik, Dokumentation
    Praktikum, Supervision
    Instrumental-Abschluss

4. Unterrichtsjahr

  • Praktikum, Supervision
    Kunsttherapeutische Selbsterfahrung
    Lehrtherapie
    Musikalische Anthropologie von H.-H. Engel
    musiktherapeutische Sterbebegleitung
    Berufsethik, Berufskunde, Öffentlichkeitsarbeit
    Organisation und Betriebsführung
    Grundlagen der Forschung
    Gesundheits- und Sozialwesen
    Qualitätssicherung und Standards
    Abschlussverfahren

Im  3. und. 4. Ausbildungsjahr wird an einer heilpädagogischen, sozialpädagogischen, sozialtherapeutischen oder klinischen Institution ein Praktikum in der Musiktherapie gemacht. Die Schule ist beim Suchen von Praktikumsstellen behilflich. Das Praktikum umfasst im Minimum 250 Stunden.


Zeitliche Gestaltung

Das berufsbegleitende Studium dauert vier Jahre. Der Unterricht findet in den ersten drei Jahren jeweils montags statt, von 9 – 18 Uhr sowie an 4 - 5 Wochenenden pro Jahr.

Im 3. Ausbildungsjahr ist von November bis Dezember eine erste Praktikumszeit. Während dieser Zeit findet kein Unterricht statt.

Das 4. Ausbildungsjahr ist vor allem ein Praktikumsjahr. In diesem Jahr findet der Unterricht nur an Wochenenden statt.
Durchschnittlich muss mit einer Selbstlernzeit von 8 - 10 Stunden pro Woche gerechnet werden.

Zu diesen Unterrichtszeiten kommt der Besuch der Medizinischen Moduleinheiten in Dornach dazu   www.atka.ch .


Kosten

Aufnahmegebühr

200.- Fr.

Studiengebühr 1. Ausbildungsjahr

6'000.- Fr.

Studiengebühr 2. Ausbildungsjahr

6'000.- Fr.

Studiengebühr 3. Ausbildungsjahr

6'000.- Fr.

Studiengebühr 4. Ausbildungsjahr

3'200.- Fr.

Kosten Lehrtherapie (30 Sitzungen à 60 Min.)      

3'600.- Fr.

Medizinischer Grundkurs, Dornach

3'200.- Fr.

Kurs Notfallmedizin

250.- Fr.

Abschlussgebühren

800.- Fr.


Gesamtkosten


29'250.- Fr.

In diesem Betrag sind die Spesen für Fahrten, Essen und allfällige Übernachtungen bei Wochenenden und im Praktikum nicht inbegriffen. Auch ist mit Auslagen für die allmähliche Beschaffung eigener Therapieinstrumente zu rechnen.


Aufnahmebedingungen

  • Mindestalter: 25 Jahre
  • Pädagogischer, heilpädagogischer, sozialtherapeutischer oder pflegerischer Beruf, einige Jahre Berufserfahrung
    Bei einer anderen beruflichen Grundausrichtung hat in Absprache mit der Ausbildungsleitung und nach den Anforderungen der OdA KSKV ein Praktikum in einem sozialen Bereich zu erfolgen.
  • Gutes Können auf mindestens einem Musikinstrument
  • Grundbegriffe in Musiktheorie und Gehörbildung
  • Bereitschaft und Interesse, sich mit der Anthroposophie auseinanderzusetzen
  • Gute Gesundheit. Die Ausbildung und der Beruf erfordern eine gewisse Belastbarkeit

Aufnahmeverfahren

Einzureichende Unterlagen für die Aufnahme:

  • ausgefülltes Anmeldeformular    herunterladen  
  • Lebenslauf, mit besonderer Berücksichtigung des musikalischen Werdegangs, der Motivation zu dieser Ausbildung und des persönlichen Verhältnisses zur Anthroposophie
  • Zeugnisse der Schul- und Berufsabschlüsse, Arbeitszeugnisse
  • Foto

Vorspiel und Aufnahmegespräch:

  • Vorspiel eines grösseren Werkes auf dem Hauptinstrument, eventuell kleinere Stücke auf weiteren Instrumenten
  • Singen eines Kunst- oder Volksliedes
  • Gespräch mit den Ausbildungsverantwortlichen

Aufnahmegebühr: Fr. 200.-


Abschlussverfahren

Am Ende des 3. Ausbildungsjahres:

  • Instrumental-Abschluss

Am Ende des 4. Ausbildungsjahres:

  • Theoretische Falldokumentation
  • Schriftliche Abschlussarbeit, über ein musiktherapeutisches oder musikalisch-menschenkundliches Thema
  • Referat über das Thema der Abschlussarbeit und über ein Therapiebeispiel mit praktischen Übungen
  • Abschlussgebühr: Fr. 400.-
  • Nach einer verlangten ersten Berufspraxis qualifiziert die abgeschlossene Ausbildung für eine Anerkennung durch die Berufsverbände und die meisten Krankenkassen in der Schweiz (Zusatzversicherung).
  • Die Ausbildung bereitet bezüglich der Inhalte und Stundenzahlen auf die eidgenössisch anerkannte Höhere Fachprüfung vor, die zum Titel „Diplomierte. Kunsttherapeutin (ED), Diplomierter Kunsttherapeut (ED), Fachrichtung Musiktherapie“ berechtigt. Dieser Berufsabschluss kann nach der Ausbildung erworben werden und hat auch ausserhalb der Schweiz Gültigkeit.

Anerkennungen

Die Ausbildung ist anerkannt

  • von der OdA KSKV / CASAT als Voraussetzung für die Teilnahme an der Höheren Fachprüfung für Kunsttherapie
  • von der Medizinischen Sektion am Goetheanum
  • vom Schweizer Verband für Anthroposophische Kunsttherapie SVAKT
  • von der Europäischen Akademie für Anthroposophische Kunsttherapie, EA
  • von der International Federation of Anthroposophic Arts and Eurythmie Therapies - IFAAET
  • von eduqua, dem Schweizerischen Qualitätszertifikat für Weiterbildungsinstitutionen

Die Schulleitung arbeitet verantwortungsvoll in den verschiedenen Berufs- und Fachverbänden mit.